01.04.2025
Hamburg, 1. April 2025 – Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft stärkt ihre Arbitration-Praxis: Georg Scherpf (44, Partner) wechselt nach vier Jahren bei Clyde & Co Europe LLP zum 1. April 2025 zurück in das Hamburger Büro von Luther, um dort eine Schlüsselrolle im Bereich Schiedsverfahren einzunehmen. Scherpf bringt umfangreiche Expertise in Schiedsverfahren zu erneuerbaren Energien und Offshore-Windkraftanlagen mit – ein Beratungsfeld, in dem die Kanzlei bereits eine starke Marktposition innehat. Gemeinsam mit ihm kommt die Wirtschaftsjuristin Luca Thönes (Senior Legal Consultant), die genau wie Scherpf in der Vergangenheit bereits mehrere Jahre für Luther tätig war.
Vier Jahre lang leitete Georg Scherpf die deutsche Schiedsgruppe bei Clyde & Co Europe LLP und arbeitete eng mit Teams in Singapur, Dubai, Kairo, London und Paris zusammen. Seine Beratungstätigkeit umfasste die Vertretung von Mandanten in Schiedsverfahren in komplexen Bau- und Infrastrukturprojekte, insbesondere im Bereich Offshore-Wind, Energielieferverträge (Kohle und Gas) und Corporate Disputes (Post M&A und Joint Venture). Scherpf vertrat erfolgreich Mandanten nach deutschem und englischem Recht in Schieds- und Gerichtsverfahren. Er führte zudem Aufhebungsverfahren und Zuständigkeitsrügen vor deutschen und englischen Gerichten (OLG, High Court) sowie Verfahren zur Vollstreckbarerklärung von ausländischen Schiedssprüchen.
Neben seiner Tätigkeit als Parteivertreter war Georg Scherpf auch als Schiedsrichter und als Mitglied in Dispute Adjudication Boards (DABs) tätig und sammelte hier insbesondere Erfahrung in Bau- und Energiestreitigkeiten.
Hervorzuheben ist auch seine Erfahrung im Bereich des Investitionsschutzes, etwa in der Beratung von Mandanten zu bilateralen Investitionsabkommen (BITs) und multilateralen Investitionsabkommen, einschließlich des Energiecharta-Vertrags (ECT). Hier arbeitete er an Verfahren für Investoren gegen Deutschland, Albanien, die Tschechische Republik, Spanien, Mexiko und die Ukraine.
Georg Scherpf: „Ich freue mich nicht nur, in eine der besten Schiedspraxen Deutschlands zurückzukehren, sondern nun auch meinen Mandanten dank Luthers marktführender Energierechtspraxis die volle Bandbreite der Rechtsberatung zu erneuerbaren Energien anbieten zu können. Außerdem deckt sich die starke Präsenz von Luther in Asien mit meinem Beratungsspektrum. Nicht zuletzt freue ich mich auf die qualitativ hochwertige Zusammenarbeit mit Richard Happ, Tim Rauschning, Katharina Klenk-Wernitzki, Sebastian Wuschka – alle aus dem Team Complex Disputes – und den Kollegen und Kolleginnen aus den Bau- und Energierechtsgruppen.“
Dr. Richard Happ, Co-Leiter des Beratungsfeldes Complex Disputes bei Luther, hat mit Georg Scherpf in der Vergangenheit schon viele Jahre zusammengearbeitet: „Georg ergänzt unsere Kanzlei nicht nur fachlich hervorragend mit seiner exzellenten rechtlichen Expertise im Bereich internationaler Bau- und Energieschiedsverfahren, sondern ist auch menschlich eine große Bereicherung. Wir freuen uns außerordentlich, dass er wieder zurückkommt und unser Team als Partner im Bereich Complex Disputes verstärkt. Wir alle haben ihn vermisst.“
Über Georg Scherpf:
Georg Scherpf studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin (1. Staatexamen), am King`s College London (LL.B, Hons.) und absolvierte anschließend sein Referendariat und 2. Staatsexamen in Berlin. Er berät seit über zehn Jahren sowohl als deutscher Rechtsanwalt als auch als englischer Solicitor. Von 2012 bis 2021 war er im Hamburger Büro von Luther im Arbitration-Team tätig und hat sich in dieser Zeit in der Schiedsszene vernetzt: Von 2013 bis 2016 war Scherpf Regionalkoordinator der DIS-40 Nord. Von 2016 bis 2018 war er European Representative der Young International Arbitration Group (YIAG) des London Court of International Arbitration (LCIA).
Georg Scherpf veröffentlicht regelmäßig Aufsätze zu schiedsrechtlichen Themen, kommentiert verschiedene institutionelle Regelwerke und publiziert und spricht regelmäßig zu Construction Disputes (Baustreitigkeiten). Er ist unter anderem Mitautor eines neuen Kommentars zu den 2018 DIS-Schiedsregeln (Herausgeber Hennecke/Menz), veröffentlicht bei C.H.Beck, der im Juli 2025 erscheinen wird. Aufgrund seiner Doppelqualifikation hat er des Weiteren erhebliche Erfahrung mit Kreuzverhören und publiziert zu den psychologischen Aspekten von Zeugenaussagen. Mandanten beschreiben ihn als „calm, controlled and very effective with cross-examination” (WWL Future Leader 2022). Auch seine Expertise in Construction Disputes findet regelmäßig Anerkennung: „Georg Scherpf garners praise for his first-rate arbitration practice advising domestic and international clients on large-scale construction and energy disputes” (Who’s Who Legal Arbitration 2024).
2024 und 2025 wurde er sowohl von Best Lawyers (Handelsblatt) in der Kategorie „Arbitration and Mediation“ als auch von der WirtschaftsWoche als Top Lawyer empfohlen. Von 2017 – 2023 wurde er als Future Leader bei Who’s Who Legal geführt. Seit 2024 ist er im Who's Who Legal Arbitration Germany gerankt.